























Letztes Update: 13.09.2009
| |
Hautpilzerkrankungen
Verursacher sind Hautpilze der Gattung Microsporum und Trichophyton.
Microsporum canis ist mit großem Abstand der häufigste Erreger einer
Hautpilzerkrankung bei der Katze. Die Übertragung erfolgt vorwiegend
direkt von Katze zu Katze. Die überall in der Wohnung verteilten
Pilzsporen sind sehr widerstandsfähig und bleiben in der Umwelt lange Zeit
ansteckungsfähig. Deshalb kann die Pilzerkrankung auch durch die Hände,
durch Kleider und Schuhe des Menschen, durch Transportkäfige, Bürsten und
andere Gegenstände übertragen werden. Besondere Gefahren gehen von der
Zusammenkunft vieler Katzen aus verschiedenen Haushalten in
Tierhandlungen, Katzenpensionen und Tierheimen sowie auf
Katzenausstellungen aus.
Krankheitsanzeichen:
Von der Zeit der Ansteckung bis zum Auftreten der ersten Haut- und
Haarveränderungen verstreichen mind. l bis 2 Wochen. Oft entstehen runde
oder ovale, teilweise zusammenfließende haarlose Bezirke. Die Haut ist an
diesen Stellen häufig verdickt, und am Rand ist eine wallartige Erhöhung
erkennbar. Die Haare brechen oft wenige Millimeter über der Hautoberfläche
ab. Manchmal sind Schuppen und Krusten vorhanden. Der Juckreiz fehlt am
Anfang meistens, kann aber später bei Verschlimmerung der Entzündung
auftreten. Bei einigen Katzen sind die Befunde nicht so auffällig, sie
haben nur ein stumpfes Fell mit teilweise vermehrter Schuppenbildung.
Manche Katzen sind ganz ohne sichtbare Haut- und Haarveränderungen mit
Pilzen besiedelt. Sie haben für die Übertragung eine besondere Bedeutung.

Vorbeugung und Behandlung:
Weil z.B. Milbenbefall ganz ähnliche Symptome hervorrufen kann, stellen
die Tierärztin oder der Tierarzt die Diagnose nicht nur aufgrund der
bloßen Krankheitsanzeichen. Häufig sind Zusatzuntersuchungen, wie z.B. die
Betrachtung mit einer UV-Licht-Lampe erforderlich. Sicherheit kann ein
sogenanntes Hautgeschabsel bringen, bei dem mit einer Klinge Hautschuppen,
Haare und Krusten abgenommen werden. Diese Probe wird dann für die
mikroskopische Beurteilung und zur Anzüchtung der Pilze auf einem
speziellen Nährmedium verwendet. Leider dauert es manchmal einige Wochen
bis das endgültige Laborergebnis vorliegt. Bei hochgradigem Pilzbefall
müssen langhaarige Katzen geschoren und mehrere Wochen mit Tabletten und
mit pilztötenden Lösungen behandelt werden. In der Wohnung müssen
wenigstens alle Bereiche in und um die Lieblingsplätze der Katze sowie
alle Spiel- und Pflegegerätschaften mehrmals gereinigt und desinfiziert
werden. Alle tierärztlichen Anweisungen sollten gewissenhaft durchgeführt
werden - es handelt sich um eine hochansteckende Krankheit, die auch auf
den Menschen übertragbar ist! |
Quelle: http://www.katzen-life.de/Katzenkrankheiten/index.htm?hautparasiten.htm
|